Verein für Heimatkunde Merzig e.V.
  

Aktuelle Neuigkeiten

FRIEDHOFSFÜHRUNG WIRD ERNEUT ANGEBOTEN

Nächster Termin: Samstag, 9. März 2024

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MIT GROSSEM BÜCHERFLOHMARKT UND KAFFEE/TEE/KUCHEN IM BÜRGERARCHIV MERZIG

AB 13:00 UHR

STATEMENT DES VEREINS FÜR HEIMATKUNDE MERZIG E.V.

zur geplanten Zwangsversteigerung der Kapelle am Fellenbergstift

 

Die Kapelle von 1885/1886 unmittelbar am von Wilhelm Tell von Fellenberg und seiner Gattin Rosalie-Virginie gestifteten Fellenberg-Stift ist ein Zeugnis des philanthropischen Wesens der Eheleute von Fellenberg, welche im Jahr 1880 - nach dem Tod Wilhelms - den Borromäerinnen das von Ihnen gestiftete Kranken- und Pflegegebäude übergaben. Der Bau der Kapelle unmittelbar an der Ostseite des Gebäudes ergänzte das von christlichen Schwestern betriebene Krankenhaus um eine katholisch-sakrale Komponente. Von Fellenberg selbst war evangelisch, seine Frau, die den Bau noch miterlebte, war katholisch.


Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. bedauert den baulichen Zustand der Kapelle am Fellenbergstift, die seit vielen Jahren zunehmend von Vandalismus betroffen und nicht zugänglich ist. Dies schmerzt umso mehr, da es der Familie von Fellenberg stets wichtig war, den Merziger Bürger etwas zurückzugeben. Dies kann die Kapelle derzeit nicht bieten. Somit bietet sich durch die kommende Zwangsversteigerung eine Möglichkeit, diesem bedauernswerten Zustand ein Ende zu setzen. Voraussetzung dafür wäre eine seriöse Übernahme der Kapelle, unter Berücksichtigung ihrer Bedeutung als Denkmal des Saarlandes und als Teil der Stadtgeschichte. Denkbar wäre z.B. ein Kauf der Kapelle durch die Kulturstiftung des Landkreises (in Zusammenarbeit mit der Stadt oder privaten Investoren), wodurch sich Nutzungschancen in Kombination mit dem gegenüberliegenden Museum Schloss Fellenberg ergeben könnten, z.B. durch die Nutzung der Kapelle als Konzert- und Ausstellungsraum (auch in Verbindung mit dem Jugendhaus der Kreisstadt Merzig). In jedem Falle wäre eine dauerhafte Revitalisierung der Kapelle wünschenswert und würde zu einer Aufwertung der bislang brachliegenden Immobilie führen. 


Ein Verkauf der Kapelle mit dem Ziel, das Grundstück nach Abriss anderweitig nutzen zu können - denkmalrechtlich zwar unwahrscheinlich, aber je nach baulichem Zustand der Kapelle in den nächsten Jahren nicht unmöglich - wäre ein großer Verlust für die Stadtgeschichte. Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. ist sich der Tatsache bewusst, dass in der Kürze der Zeit keine ausgefeilten Nutzungskonzepte ausgearbeitet werden können und bei einer Übernahme durch die öffentliche Hand daher ein höheres Risiko bezüglich der Zukunftsfähigkeit der Nutzung dieser Immobilien besteht. Dennoch: die hier möglicherweise investierten Steuergelder dienen dem Gemeinwohl und retten ein kulturelles Erbe, welches Dritte bislang nicht willens waren nachhaltig zu bewahren.


Merzig, im Januar 2024

Martin Lang

(Vorsitzender)


AB SOFORT ERHÄLTLICH! 


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 AUF SPURENSUCHE: DIE BORROMÄERINNEN IN MERZIG

Kommen Sie vorbei und bringen Sie ihre Erinnerungen mit!

 

 Die finanziellen Schwierigkeiten, Insolvenz, und die (drohende )Schließung der heutigen Krankenhäuser beunruhigt viele Mitmenschen. Doch wie sah die Krankenpflege in früherer Zeit aus ? Im Kreis Merzig war sie beispielsweise eng mit dem Wirken der Klöster und Orden verbunden. So übernahmen in der Kreisstadt über 144 Jahre lang Schwestern des Ordens der Borromäerinnen als Pflegekräfte im (späteren Kreis-)krankenhaus, im Kindergarten Sankt Peter und als Altenpflegekräfte im Fellenbergstift wichtige Aufgaben des sozialen Lebens.

Elke Lion und Henriette Louis-Barthel laden im Namen der AG Altenhilfe Merzig e.V./Seniorenbüro Merzig in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatkunde Merzig e.V. zu einem Gesprächsnachmittag ein:
 

Gesprächsnachmittag zur Heimatkunde
Donnerstag, 29. Februar um 15:00 Uhr
Lothringer Hof (Kaul)
Thema: Die Borromäerinnen - 144 Jahre soziales Wirken in Merzig
Wer waren sie? Wie und wann kamen Sie nach Merzig? In welchen Bereichen waren sie tätig?

  

In einem kurzen Vortrag wird die Geschichte der Borromäerinnen und ihr Wirken in Merzig nachgezeichnet und in Gesprächen sollen gemeinsame Erinnerungen zu diesem Abschnitt der Stadtgeschichte ausgetauscht werden. Gerne können Sie auch passende Fotos mitbringen. Wir freuen uns auf einen interessanten Nachmittag!

 

 TREFFEN DER EHEMALIGEN FEUERWEHRLEUTE "MERZIG-LAND"

Im Jahr 2024 jährt sich die Gebietsreform im Saarland zum 50. Mal. Ämter, Kreise, Gemeinden - vieles wurde zum 01.01.1974 im Saarland neu geordnet und vieles ist seitdem anders. Daher wird der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Gebietsreform legen, unter anderem auf die Geschichte der Ämter "Hilbringen" und "Merzig-Land", die damals aufgelöst wurden.

Doch nicht nur auf administrativer Ebene gab es vor 50 Jahren große Veränderungen, sondern zum Beispiel auch bei den Feuerwehen. "Die Ehemaligen von Merzig Land" ist eine Gruppe von Feuerwehrleuten, die in dem aufgelösten Amt tätig waren. Am 05. Januar war GuMo-Mobil Reporterin Simin Sadeghi von SR3 bei der Gruppe, die aus insgesamt 14 Mitgliedern besteht, zu Besuch.

Vor 50 Jahren gründete Hans Körner, der damalige Wehrführer,  zusammen mit dem damaligen Amtsvorsteher die Gruppe gegründet. Seitdem treffen sich die Kameraden regelmäßig im Feuerwehrhaus in Merzig. Auch gehen Sie Essen und organisieren gemeinsame Fahrten. Ganz besonders im Fokus steht auch der Austausch über die früheren Zeiten im alten Amtsbezirk.

Unser Vereinsmitglied Franz Josef Körner, Sohn von Wehrführer Körner, berichtet bei SR3, dass vor 50 Jahren nicht jeder begeistert war, als die Feuerwehren zusammengelegt wurden. Es sei über Nacht ein anderer Zustand erreicht worden – von der Selbstständigkeit in die Abhängigkeit – und das habe Ängste geweckt, so Körner. Es habe als Menschen gebraucht, die den Leuten diese Ängste nehmen konnten. Einer dieser Menschen war sein Vater Hans Körner, der für seinen Einsatz auch ein Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.

DER VEREIN FÜR HEIMATKUNDE MERZIG E.V. WÜNSCHT FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUES JAHR 2024


RALF WEINAND GEWINNT FOTOWETTBEWERB MIT "GRENZE OHNE GRENZE"


Text und Fotos: Stefan Haas

„Selten sieht man Kinder glücklicher mit einem günstig erworbenen Gedichtband über die Straße laufen“, dachte sich ein Gast an der großen Feuerschale und legte nochmal Holz nach. In der Mondorferstraße 49 in Silwingen konnten sich die Besucher am Freitagabend draußen gemütlich am Feuer wärmen, essen und trinken, während drinnen in der Heimatstube Silwingen der große Bücherflohmarkt auf vollen Touren lief.


Eingeladen hatten der Verein für Heimatkunde in Merzig e.V. und der Historische Arbeitskreis Silwingen zu dem Zweck, in dieser geselligen Runde die Prämierungen für den durchgeführten Fotowettbewerb durchzuführen. Gewinner des Abends war Ralf Weinand mit seinem Foto "Grenze ohne Grenze" in dystopischer Stimmung: Die tiefe, warme Abendsonne bescherte dem Fotografen das allzeit notwendige gute Licht, um einen abgeernteten Acker vor dem blauen Abendhimmel mit spektakulären Wolken in Szene zu setzen. Der Lohn der Mühen: Ein Einkaufsgutschein des VHG Merzig e.V. und ein hochwertiger Fotorucksack. 


Ebenso mit einem VHG Gutschein sowie mit einem Gutschein vom Café Louis in Merzig wurde das zweitplatzierte Bild von Thomas Johannes prämiert. Es trägt den Titel "Abendlicht an der Grenze". Er erhielt für sein Foto "Ganz schön neugierig" auch den Sonderpreis in der Kategorie "Tierisch, tierisch". Platz drei ging an Lothar Beining mit seinem stimmungsvollen Bild „Sonnenuntergang Steine an der Grenze“.


Im Laufe des Abends kamen immer mehr Besucher neugierig in die zunehmend rappelvolle Heimatstube und stöberten rege in einer thematisch weitgefächerten Bücherauswahl. Der erste Vorsitzende des Vereins, Martin Lang, zeigte sich erfreut darüber, wie anlässlich dieser Veranstaltung den Gästen das Wirken, die Ideen und Ziele des Vereins vorgestellt werden konnten. Ein Fotowettbewerb für Merzig im kommenden Frühjahr ist bereits in Planung.




Das sind die Gewinnerfotos (Anklicken zum Vergrößern):



 

DAS B-WERK BESSERINGEN PRÄSENTIERT SICH AUF DEM FESTUNGSFORUM IN VECKRING/FRANKREICH


Am vergangenen Sonntag, den 19. November, fand im Ouvrage Hackenberg in Veckring, einer der größten Anlagen der französischen Maginot-Linie, ein Festungsforum statt. Ab 10:00 Uhr konnten sich die Betreiber verschiedener Festungsmuseen aus unterschiedlichen Epochen untereinander austauschen. Anwesend waren die Vertreter von Festungen an der Maginot-Linie, vom Westwall, von Festen aus der Kaiserzeit, von militärischen Museen aber auch von Anlagen des kalten Kriegs aus Deutschland und Frankreich. 


Unter der Anwesenheit von Touristikern und Politikern aus der Region Moselle und der Stadt Thionville sowie von Militärangehörigen der französischen Armee, der das Werk Hackenberg nach wie vor gehört, wurde das neu restaurierte Munitionslager eröffnet. 


Ab 14:00 Uhr öffnete das Forum für Jedermann. Neben Führungen durch den Bunker und Vorführungen einer lokalen Theatergruppe gab es auch zwei Fach-Vorträge von Martin Lang aus unserer Arbeitsgruppe zum Thema "Entwicklung des Tourismus am Westwall" sowie von Friedrich Wein vom Bunker Hornisgrinde/Baden-Württemberg zum Verbund "Festungserbe Oberrhein", bei dem französische und deutsche Befestigungsanlagen erfolgreich grenzüberschreitend zusammenarbeiten. 


Für den Verein für Heimatkunde Merzig e.V. (unterstützt vom Verein Westwallmuseen Saar-Mosel e.V.) war es eine ganz besondere Gelegenheit, das eigene Projekt auch auf "der anderen Seite" vorzustellen und in den Austausch mit Akteuren der Maginot-Linie zu kommen.



HISTORISCHER KALENDER SILWINGEN 2024

 

Unser Vereinsmitglied Lothar Bauer produziert mit dem historischen Arbeitskreis Silwingen jedes Jahr einen Kalender mit historischen Fotos und heimatkundlichen Informationen aus Merzig-Silwingen im A3-Hochformat. Die Kalender für 2024 können bis zum 4. Dezember zum Preis von 10€ pro Stück bestellt werden.

 


Bestellungen richten sie bitte an Lothar Bauer unter lothar@saargau-blog.de bzw. unter Tel. (06869) 509939 oder an die  Ortsvorsteherin Martina Neusius, Tel. (0 68 69) 10 91, Mail:ov-silwingen@merzig.de.

 


 HISTORISCHE FOTOS BEIM MERZIGER SENIORENNACHMITTAG

Am Donnerstag, den 9. November luden der Merziger Ortvorsteher Alexander Boos und der Ortsrat Merzig zu einem Seniorennachmittag in der Merziger Stadthalle ein. Am guten Gelingen des kurzweiligen Nachmittags waren wieder viele Institutionen und Vereine aus Kreisstadt Merzig beteiligt. Es gab Musik- und Tanzvorführungen, unter anderem von der Tanzschule La Danse. Auch der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. beteiligte sich dieses Jahr. Vereinsmitglied Rolf Peifer hat anlässlich des Seniorennachmittags eine 15-minütige Bilderschau mit historischen Fotos der Kreisstadt zum drüber "Schwätzen" und Mitraten erstellt. Die Bildpräsentation kam sehr gut an und wird demnächst auch bei anderer Gelegenheit gezeigt. Demnächst wird sie auch auf der Homepage zu finden sein.                                                Foto: R. Peifer


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FRIEDHOFSFÜHRUNG TROTZ REGENWETTER EIN VOLLER ERFOLG


Am Samstag, den 4. November 2023, fand die erste Führung des Vereins für Heimatkunde Merzig e.V. über den Merziger Propstei-Friedhof statt. Durchgeführt wurde Sie von unserem Vereinsmitglied Stefan Haas, der derzeit an einem Buch zum über 150 Jahren alten Friedhof schreibt. Trotz des schlechten Wetters war die Führung voll besucht. Nach einem historischen Überblick zur Entwicklung der Friedhofs- und Bestattungskultur in verschiedenen Epochen und Regionen der Welt, folgte anhand von charakteristischen Grabstätten besonderer Persönlichkeiten der Stadtgeschichte ein Überblick über die Entwicklung der Grabsteinsymbolik. 


Darüber hinaus wurde die Erweiterungsgeschichte des Friedhofs ebenso thematisiert wie die besonderen Grabfelder und Gedenksteine. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass der Merziger Propstei-Friedhof ein interessanter Ort für die Merziger Stadtgeschichte ist, der vielleicht noch nicht ganz die Wertschätzung erfährt, die er verdient hat. 


Aufgrund der großen Nachfrage bietet Stefan Haas die Führung noch ein zweites Mal an. 

AUSGEBUCHT!

MESSE FÜR HISTORISCHES ERBE UND BEFESTIGUNGSANLAGEN IM OUVRAGE HACKENBERG IN VECKRING/FRANKREICH

Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. (AG B-Werk Besseringen) und der Verein Westwallmuseen Saar-Mosel e.V., der größte Zusammenschluss von Westwallmuseen, stellen beim "Forum Histoire Patrimoine et Fortifications" im Ouvrage Hackenberg der Maginot-Linie an einem gemeinsamen Stand ihre Projekte vor. Die 2022 ins Leben gerufene Messen möchte Geschichtsvereinen und Festungsmuseen die Gelegenheit zum gegenseitigen - auch grenzüberschreitenden - Austausch geben und bietet eine Plattform, um allen interessierten Besuchern die eigenen Projekte vorzustellen. Über den Tag verteilt werden Fachvorträge stattfinden, z.B. zur touristischen Inwertsetzung der ehemaligen Westwalls. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 19. November von 10:00 bis 18:00 Uhr im Ouvrage Hackenberg, 61 bis grande rue, 57920 Veckring/Frankreich statt und kostet für Besucher 2€ Eintritt. 

Bild: maginot-hackenberg.com


BERICHT ZUM VEREINSAUSFLUG VOM 2. SEPTEMBER

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"DIE ALTEN WEGE UND PFADE SIND EIN UNGESCHLIFFENES JUWEL"

Erste historische Wanderung des Vereins für Heimatkunde e.V. war ein voller Erfolg

 

Am Samstag, dem 23. September, veranstaltete der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. seine erste historische Wanderung. Das Ziel war der Merziger Kreuzberg mit seinen alten Wegen und seiner vielfältigen Geschichte. Knapp 30 Teilnehmer hatten sich angemeldet. Unter der fachkundigen Führung von Vereinsmitglied Lothar Bauer aus Silwingen ging es zunächst von der 1958 errichteten Kreuzbergschule hinauf auf die „Blätsch“ (auch Bleetsch oder Plädsch) genannt, einem alten Pfad am Fuße des Kreuzbergs, der früher bis Brotdorf reichte. 

 

Anschließend ging es über die uralten Stufen des „Zappenpädchens“ hoch auf den Kreuzberg. Die Teilnehmer mussten leider feststellen, dass der Pflege- und Erhaltungszustand von Blätsch und Zappenpädchen mangelhaft ist. An einigen Stellen, wie zwischen der Fellenbergstraße und dem jüdischen Friedhof sowie im weiteren Verlauf bis zur Straße am Kreuzberg, ist die Blätsch so zugewachsen, dass man nur noch gebückt vorankommt und auf dem Zappenpädchen fehlt so manche Stufe. Auch empfiehlt sich wegen der Dornen der Brombeerhecken lange Kleidung. An einigen Stellen ist der Weg durch herumliegende Mauersteine beeinträchtig, die sich aus den uralten Wingertmauern lösen.


  Ungenutztes Potenzial im städtischen Raum

Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. bedauert den Zustand dieses derzeit brachliegenden Merziger Kleinods. So wie die Gassen vom Seffersbach zur Poststraße der Fußgängerzone einen ganz besonderen Charme verleihen, so böten die Blätsch und das Zappenpädchen als urige Verbindungswege zwischen Josefskapelle, jüdischem Friedhof, Freibad bzw. Fellenberg-mühle  und  Kreuzbergkapelle bzw. Garten der Sinne, ein bislang ungenutztes Potenzial als „Traumschleife im städtischen Raum“. Der Verein setzte sich daher dafür ein, dass eben dieses Potenzial nicht ungenutzt bleibt und ist bereit, für eine Beschilderung des Weges die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen.

Auf der Kreuzbergkapelle genossen die Teilnehmer ein Blick über die Stadt und das Saartal und erhielten von Lothar Bauer viele Informationen zur Geschichte des Wein- und Obstanbaus in den Hängen des Kreuzbergs, zur Entstehung der Kapelle und der Wegekreuze sowie zum Relief „Die sieben Schmerzen der Gottesmutter“. Während die Teilnehmer der Wanderung noch ihre Mühe hatte, das Gedenkkreuz gegenüber der Kapelle am Eller Weg zu finden, so wurde es wenige später durch Günther Simon wieder freigeschnitten. Er hatte das wenige bekannte Kreuz, welches in den 1920er Jahren vom Merziger Bäckermeister August Holl aufgestellt wurde, 1983 wiederentdeckt und gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt und Angehörigen der Bundeswehr 2013 restauriert.


Ein fast vergessene Parkanlage weiß zu überraschen

Am Ende der Kapellenstraße erhielt die Wandergruppe von Martin Lang, dem Vorsitzenden des Vereins für Heimatkunde Merzig e.V., einen Kurzvortrag zur Festungsbau am Kreuzberg und seiner militärischen Bedeutung im Gesamtkontext des ehemaligen Westwalls. Anschließend wurde der sogenannte „Fellenberg-Hain“ besichtigt, eine ehemalige Parkanlage, die im 19. Jahrhundert durch Wilhelm Tell von Fellenberg angelegt wurde. Das parallel zur Kapellenstraße verlaufende Wegstück war den meisten Teilnehmern völlig unbekannt. Zusammen mit der sogenannten „Fellenberghöhle“ bildet es jedoch ein ganz besonderes Highlight am Merziger Kreuzberg!


Weitere Infos hier!

Die letzte Station der Wanderung bildete der jüdische Friedhof. Dort fiel den Teilnehmern vor allem der von unberechtigt eingedrungenen Personen hinterlassene Müll sowie der unschöne Bewuchs des Hauptwegs ins Auge. Obgleich die Stadt Merzig auf dem Friedhof natürlich mehrmals jährlich mäht, waren sich die Teilnehmern und Vereinsmitglieder einig, dass ein kleines bisschen mehr Pflege der Wege den Gesamteindruck des Friedhofs verbessern könnte. Die geplante Begehung der sogenannten Servitut-Treppe und die Besichtigung des dortigen Bock-Denkmals musste leider ausfallen – zu überwuchert war das Gelände dort.



Fazit: Zugabe erwünscht

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: der Merziger Kreuzberg ist ein geschichtsträchtiger Ort. Er bietet viele interessante Stationen, für Einheimische sowie Touristen, und die alten Wege und Pfade sind derzeit ein ungeschliffenes Juwel. Eine baldige Wiederholung der Wanderung, mit dem Schwerpunkt Westwall, wurde ebenfalls gewünscht.

Die nächste Veranstaltung des Vereins für Heimatkunde Merzig e.V. wird am 4. November stattfinden. Dann führt der Weiskircher Hobbyfotograf und Autor Stefan Haas über den Merziger Propsteifriedhof, dem er auch sein nächstes Buch widmen wird. Neben geschichtsträchtigen Grabstätten und der historischen Bausubstanz des knapp 150 Jahren alten Friedhofs möchte Haas gemeinsam mit den Teilnehmern über die Bedeutung von Grabsteinsymbolen sprechen. Anmeldungen sind in Kürze möglich unter: www.heimatkunde-merzig.de 


 In dieser Galerie finden Sie Fotos von Stefan Haas:

  • Parkplatz Kreuzbergschule
  • Begleitheft
  • Hunde 1
  • Straßenschild
  • Auf zur Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Auf der Blätsch
  • Blick über Merzig
  • Zappenpädchen
  • Auf der Ell

 

KREISHEIMATAUSSTELLUNG IM MUSEUM SCHLOSS FELLENBERG

Vom 19. Oktober bis zum 10. Dezember 2023 findet im Museum Schloss Fellenberg eine Kreisheimatausstellung unter dem Motto "HEIMAT● KUNST ● MERZIG-WADERN" statt. Thema der Ausstellung ist ein künstlerischer Blick auf unseren Landkreis. Sieben Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zum Landkreis Merzig-Wadern stellen ihre Werke aus. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Weitere Infos: https://www.merzig-wadern.de/heimat

 Bild: Landkreis Merzig-Wadern 

LANDESKUNDLER UND WESTWALLFORSCHER DIETER ROBERT BETTINGER GESTORBEN

Am vergangenen Mittwoch ist der Heimatforscher, Historiker und Autor Dieter Robert Bettinger im Alter von 85 Jahren verstorben. Sein gemeinsam mit Martin Büren verfasstes und 1990 erschienenes Werk "Der Westwall" ist bis heute die wichtigste und umfangreichste Publikation über den ehemaligen Westwall. Ihm und seinen Mitstreitern ist es zu verdanken, dass das B-Werk Besseringen Ende der 1970er Jahre nicht beseitigt wurde, sondern heute ein Denkmal des Saarland ist, welches besichtigt werden kann. Insbesondere für die touristische Nutzung der Bunkeranlage setzte Dieter Robert Bettinger sich ein.


Neben seiner Forschung zum Westwall verfasste Bettinger heimatkundliche Artikel und Bücher über seine Heimat Ottweiler und war langjähriger Vorsitzender des Vereins für die Landeskunde im Saarland e.V.. Er erhielt für seine Bemühungen um die Geschichte und Landeskunde in der Region 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die ganze Westwallgemeinschaft profitiert bis heute von seiner Pionierarbeit und seine Kompetenz wird schmerzlich vermisst werden. Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. spricht seinen Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus.

HEIMATSTUBE SILWINGEN ERÖFFNET UND INFOTAFEL ZUM EHEMALIGEN HALTEPUNKT ENTHÜLLT

 

Am Ende der idyllischen Mondorfer Straße in Silwingen, im Hause Lothar Bauer, wurde Samstagabend (26.8.2023) eine Heimatstube eröffnet. Im großen Eingangsbereich und der eigentlichen Stube linkerhand kann sich künftig jeder über die Historie Silwingens und die des angrenzenden Saargaus informieren und mit Lothar Bauer fachsimpeln. Die Wände hängen voll mit historischen Karten und Erinnerungen an die jüngere Vergangenheit des Historischen Arbeitskreises in Silwingen, die Schränke sind voller Heimatbücher und historischer Exponate aus der Sammlung Bauer. Mich haben hier besonders die gesammelten und aufbewahrten Totenbildchen der Silwinger Soldaten berührt.

 

Bevor aber die interessierten Gäste die Räumlichkeiten besichtigten, gab es noch einen weiteren, Programmpunkt: Die Enthüllung und Vorstellung eines Informationsschildes an der Straße neben dem Haus, das den Lesern die Historie des Silwinger Bahnhaltepunktes von einst näher bringt. Dieser Haltpunkt, der Bahnsteig und das kleine Wartehäuschen lagen in unmittelbarer Nähe zu diesem Informationsschild.

Lothar Bauers Präsentation ging schnell in die Fachsimpelei mit zahlreich gekommenen, historisch interessierten Gästen über. Für den Verein für Heimatkunde Merzig e.V. überreichte der Erste Vorsitzende Martin Lang, verbunden mit den besten Wünschen, eine Flasche Weißwein aus der Region. In Zukunft soll nun diese Heimatstube mit Leben gefüllt werden. So möchte zum Beispiel auch der Heimatverein Merzig hier seine redaktionellen Sitzungen abhalten und kommende Ausgaben der Vereinszeitschrift (merziger geschichte) planen. Bei dieser und anderer Gelegenheiten wird hier auch durch meine Person der kleine Holzofen zur Zubereitung kleiner Speisen in der Pfanne genutzt. Im Laufe des Abends kamen dann fortlaufend neue Gäste neugierig um sich blickend in die neue Heimatstube. Am Buffet und mit einem Getränk in der Hand tauschte man sich noch lange über die Räumlichkeit, die Exponate und die Silwinger Vergangenheit aus.
Text: Stefan Haas, Fotos: Lang/Haas
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HEIMATVEREIN "BROTDORF - MEINE HEIMAT" NUN MIT EIGENER WEBSITE UND DIGITALARCHIV

Der Brotdorfer Heimatverein "Brotdorf - Meine Heimat" hat eine neue Webseite gestartet. Dort finden sich zukünftig alle Infos zur Vereinsarbeit sowie zur Freeschenkönigin. Passend dazu hat sich der Verein auch ein neues Logo gegeben. 

Darüber hinaus betreibt der Verein auch ein Digital-Archiv, bei dem viele Objekte auch ohne Anmeldung eingesehen werden können. Das Digitalarchiv findet sich unter: 

http://www.digital-archiv-brotdorf.de/ 

NEUE AUTOREN, MEHR THEMENVIELFALT UND DOPPELT SO VIELE SEITEN: DRITTE AUSGABE VON "MERZIGER GESCHICHTE" ERSCHIENEN

 

Der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. hat die dritte Ausgabe seiner Heimatkundezeitschrift „merziger geschichte“ vorgestellt. Durch den großen Erfolg der bisherigen Ausgaben konnte der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. neue Mitglieder hinzugewinnen, die sich auch als Autoren für die Vereinszeitschrift betätigen. Dadurch konnte die Themenvielfalt weiter gesteigert werden – in Ausgabe 3 findet sich für jeden etwas.
Der Hauptartikel stammt diesmal von gebürtigen Weiskircher Stefan Haas, der dem Verein erst vor kurzem beigetreten ist. Haas ist studierter Historiker. In seinem Artikel widmet er sich dem Denkmal für die aus Merzig stammenden Soldaten auf dem Propsteifriedhof. Neben einer Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte des Denkmals listet Haas erstmals die auf den Tafeln verzeichneten Kriegstoten auf und ergänzt alle bekannten Lebensdaten, Dienstgrade, Todes- und Bestattungsorte. Der Beckinger Heimatforscher Roman Fixemer startet seine Artikelreihe zur Stromgeschichte von Merzig und seinen Ortsteilen, bei der insbesondere die noch vorhandenen Bauten aus der Anfangszeit des Netzausbaus im Fokus stehen werden. Michael Osadczuk beschäftigt sich mit den zahlreichen steinzeitlichen Funden in der Kreisstadt Merzig, die hier erstmals gebündelt in einer einzigen Publikation zusammengeführt wurden. Die insgesamt neun Artikel lassen den Umfang auf 84 Seiten anwachsen. Das beliebte DIN A3-Wendeposter in der Heftmitte wird es ebenfalls wieder geben.
Eine Neuerung der dritten Ausgabe ist die Einführung von verschiedenen Artikelserien. In der Serie „Heimat x Schule“ wird Schülerinnen und Schülern der Geschichts-Kurse der gymnasialen Oberstufe die Gelegenheit gegeben, ihre heimatkundlichen Artikel zu veröffentlichen. Maximilian Hanz aus dem Leistungskurs Geschichte Klassenstufe 13 der Jean-François-Boch-Schule lieferte hierzu einen Artikel zum Wirken von Werner Freund in der Stadt Merzig. Die Serie „merziger gerichte“ stellt zukünftig die Kulinarik der Kreisstadt Merzig in den Fokus. Autorin Felica-Lee Rock freut sich dabei auch auf die Einsendung von Rezepten aus der Bevölkerung.
Die dritte Ausgabe ist für 6,50 Euro unter anderem an folgenden Verkaufsstellen erhältlich: Buchhandlung Haffner-Scheid, Buchhandlung Rote Zora, Buchhandlung Bock&Seip, Schuhhaus Lang. Die Zeitschriften können auch während der Öffnungszeiten am B-Werk Besseringen erworben werden. Restbestände der Ausgabe 2 sind noch bei Genussvoll – Tee und Gourmet in der Brauerstraße 2 erhältlich.

Weitere Informationen: www.heimatkunde-merzig.de

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